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Andere Redaktionssysteme

CMS Made Simple ist ein sehr einfach zu bedienendes, modernes Redaktionssystem, aber sicher nicht das bekannteste, schon weil es vergleichsweise neu ist. Hier erhalten Sie einen Überblick über andere, bekanntere Redaktionssysteme.

Typo3

Entwickelt in Dänemark, hat sich Typo3 ganz speziell und vor allem in Deutschland zum populärsten Redaktionssystem insbesondere bei größeren Firmen und für größere und große Websites entwickelt. Typo3 ist in anderen Ländern, z.B. den USA, bei weitem nicht so bekannt - geschweige denn beliebt - wie in Deutschland. Die sehr stark überproportionale Popularität in Deutschland läßt aufhorchen und wird auch auf der Typo3-Website thematisiert. Die Entwickler mutmaßen - mit einem "Smiley"-Emoticon ironisch gebrochen - dies hinge möglicherweise mit dem deutschen Sinn für Qualität zusammen.

Typo3 wurde 1999 gestartet, also zu einem Zeitpunkt, als Websites noch statisch und mit Tabellen erzeugt wurden. Der engültige Durchbruch für Javascript und Ajax mit Google's Gmail, Web 2.0, CSS, XHTML, RSS etc. - all das kam später. Etliche heutige Konkurrenten von Typo3 gab es noch nicht, als Typo 1999 startete.

Typo3 eilt der Ruf enormer Komplexität voraus. Nach Kritikermeinung erreicht die Komplexität groteske Ausmaße und steht nicht immer in einem angemessenen Verhältnis zum beabsichtigten Zweck der Website-Erstellung und -Administration.

Befürworter halten dagegen, daß nach der zugegebenermaßen schwierigen Einarbeitung, und nachdem einige Websites erstellt wurden, die Handhabung immer einfacher werde und man langfristig sogar Zeit spare. Dies wäre freilich ein Vorteil, der eher der Agentur als dem Kunden zugute käme.

Außerdem könne man mit Typo3 wirklich alles machen. Dies gilt allerdings für fast alle Redaktionssysteme (auf jeden Fall auch für CMS Made Simple). "Alles machen" kann man spätestens dann, wenn man selbst ein Modul per PHP programmiert. Daß dies dann aufwendiger ist als die Einarbeitung in Typo3 ist keineswegs gesagt. Im Zweifel wird ein selbst programmiertes Modul mächtiger und angepasster sein als die entsprechende Typo3-Funktion, wenn auch voraussichtlich nicht so gut in das Gesamtsystem integriert.

Typo3 hat eine bessere Nutzerverwaltung als CMSMS. Dies ist relevant, wenn sehr viele Redakteure mit zahlreichen unterschiedlichen Rechten an einer Website arbeiten sollen. Außerdem ist die Bildbearbeitung von Typo3 vielfältiger als bei CMSMS.

Drupal

Drupal ist gewissermaßen der amerikanische Gegenspieler von Typo3. IBM hat 2006 nach einem Vergleich mit Typo3, Mambo (Abspaltung davon heisst Joomla, siehe unten), Ruby on Rails und einigen Blogsystemen wie Wordpress, Drupal als Open Source Webentwicklungstool ausgewählt und empfohlen. An Typo3 wurde die mangelnde Orientierung an modernen Webstandards wie CSS und XHTML sowie die überbordende Komplexität bemängelt. (IBM-Vergleich Drupal Mambo Typo3 RoR).

(XHTML und andere moderne Webstandards sollten mittlerweile in Typo3 eingebaut sein. Die Frage ist, wie gut das bei einem so großen, monolithischen System und einem sich stetig fortentwickelnden Web (3.0, 4.0 ...) in Zukunft gelingen wird.)

Drupal gilt auch nicht als kinderleicht. Das charakteristische an Drupal ist die Terminologie. Die Drupal-Entwickler haben versucht, die Entwicklung und Verwaltung von Websites auf neue, ihres Erachtens klügere Prinzipien zu stellen. "The Drupal Way" heißt, daß Dinge nicht so heißen, wie man erwarten würde.

Das führt, ähnlich wie bei Typo3, aber nicht in dem gleichen Maße, zu einer erhöhten Komplexität für Entwickler und Anwender.

Drupal gilt als performant und daher als gut geeignet für Websites mit hohen Besucherzahlen. Suchmaschinenfreundlichkeit und Barrierefreiheit scheinen aber nicht in dem Maße integriert wie bei CMS Made Simple (dessen großer Vorteil es auch ist, daß es jung ist und all die modernen Anforderungen gleich von Beginn an einbauen konnte).

Joomla

Joomla ist eine Abspaltung des weiter oben im IBM-Vergleich erwähnten Mambo. Joomla hat eine große, internationale Nutzergemeinde und ist recht beliebt, was wir vor allem auf die große Anzahl fertiger Designvorlagen (Templates) zurückführen. Es gibt mehr als 1000 Templates für Joomla. Joomla ist damit neben Wordpress das wohl am besten mit Templates bestückte System. Für professionelle Website-Gestaltung ist dies aber unerheblich, da fertige Templates dabei kaum in Frage kommen.

Joomla's Aufbau, die Template-Erstellung und der Admin-Bereich erschienen uns als zu kompliziert. Es gibt sehr viele Module, deren Qualität aber keineswegs immer sichergestellt ist. Joomla ist bei weitem nicht so einfach zu bedienen wie CMS Made Simple, jedoch einfacher als Drupal oder gar Typo3.

Fazit

Drupal scheint uns die beste Alternative für Websites zu sein, die einmal MySpace-Ausmaße erreichen sollen. Denn dafür ist CMS Made Simple sicher nicht geeignet. Typo3 ist (in Deutschland!) sehr stark nachgefragt. Wir empfehlen Ihnen, im Netz bewußt auch nach Nachteilen von Typo3 zu suchen, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Typo3 würden wir empfehlen, wenn viele Leute mit mehrfach unterschiedlichen Rechten eine Website mit Inhalt bestücken sollen.

Wenn eine sehr spezifische, nicht originär CMS-typische Funktionalität wie etwa ein Diskussionsforum gewünscht wird, ist es unseres Erachtens oftmals besser, eine "richtige", externe Forensoftware mit einem flotten, modernen CMS zu verbinden, als zu versuchen, das ganze innerhalb von Typo3 und mit Typo3-Bordmitteln zu machen. 

In Sachen Einfachheit, Suchmaschinenoptimierung, Barrierefreiheit und validem, modernen Code (XHTML, CSS) ist CMS Made Simple nach unserer Meinung den oben genannten Systemen deutlich überlegen.

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